Die Bilder im Chorraum zur Apokalypse von Johannes Langen

Lange Jahre hingen im Chorraum von St. Franziskus die Bilder des Malers und Priesters Johannes Langen zur „Johannes Apokalypse“.
Seit 2009 sind sie nicht mehr öffentlich zu sehen, aber hier noch online zu betrachten.

Offb 12,1-6: Das Tier vom Land
– Sie floh an den geschützten Ort
Offb 21,1-7: Der neue Himmel und
die neue Erde – Die alte Zeit ist vergangen
Offb 1,1-8: Johannes schreibt
– Zeigen was bald geschehen soll
Offb 1,9-18: Die Gestalt in den 7 Leuchten
– bedrängt wie wir
Offb 6,1-8: Die apokalyptischen Reiter
– Das Pferd, dessen Namen war: Tod
Offb 17,1-6/18,1-2a: Der Untergang
Babylons – gefallen ist die Große
Offb 22,16-21: Vertreter der 7 Gemeinden lesen die Schrift und sind bestürzt Mk 13,1-37

Den Zyklus „Johannes Apokalypse“ hat der Maler und Priester Johannes Langen der Hochdahler Gemeinde für den Chorraum der Franziskus‑Kirche geschenkt.
Es handelt sich um 7 großformatige Bilder, mit sibirischer Kreide gemalt ‑ Szenen aus dem letzten Buch der Bibel, alle entstanden zwischen 1943 und 1945.

Der 1913 in Düsseldorf geborene Johannes Langen begann schon zu Studienzeiten autodidaktisch zu zeichnen und zu malen. Zuerst einfarbig, verwendet er seit 1948 zunehmend auch Farbe. Seinen Stil entwickelt er zunächst in der Auseinandersetzung mit dem Düsseldorfer (in der Nazizeit verfemten) Otto Pankok.
Johannes Langen hat seine Kunst in seinem langen Leben vielfältig verändert und weiterentwickelt. In den 40er Jahren waren es die Themen Leiden, Untergang, Hoffnungslosigkeit, Ruinenlandschaften, in der Sprache des Expressionismus und der neuen Sachlichkeit. Danach traten zunehmend methapherhafte Umsetzungen und Abstraktionen in den Vordergrund. Bald nach 1945 nahm Johannes Langen regen Anteil am Kölner Kunstleben und pflegte Austausch u. a. mit Georg Meistermann und Hubert Berke. Er fand zu einer unverwechselbaren Handschrift – spontanes Malen und ordnende Komposition, Melancholie und ein Schuss Fröhlichkeit. ‑  Neben expressionistischen Elementen finden sich später auch abstrakte Formen. Landschaften, Stilleben und Figurenszenen stehen in seinem Schaffen nebeneinander. Seine Werke leben von Kontrasten. Licht und Schatten, Ordnendes und Chaotisches haben zugleich ihren Platz, geben das Spannungsfeld an, in dem sein Werk steht. Thematisch stehen religiöse Motive bei dem im Bergischen Land lebenden Priester im Vordergrund. 1990 stellte Johannes Langen Bilder im Haus der Kirchen aus. Den Erlös stellte er damals dem Franziskus-Hospiz zur Verfügung. Alle seine Bilder verkaufte er stets zugunsten sozialer, karitativer Projekte.  Johannes Langen war von 1962 bis 1991 Pfarrer in Steinenbrück/Overath. Er verstarb 2008.

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