Ein Rundgang durch St. Franziskus

1. Die Fenster

Beim Betreten unserer St.‑Franziskus‑Kirche fallen einem als erstes die Chorfenster ins Auge. Den Mittelpunkt bildet der „Gnadenstuhl“ auf dem mittleren Fenster.

Mit „Gnadenstuhl“ ist eine bestimmte künstlerische Komposition gemeint, in der Vatergott, Taube (Symbol für den Heiligen Geist), und der gekreuzigte Christus zusammen dargestellt werden.

In der Mandorla, einem ovalen Strahlenkranz, sieht man den Kelch und die Hostie als Hinweis auf die Eucharistie. Wein und Brot sind Zeichen des Lebens ‑ Leben, das Christus uns durch den Tod am Kreuz geschenkt hat.

Dort, wo früher ein neugotischer Holzaltar vor dem Mittelfenster stand, sind zwei Ornamentfelder. Jetzt bei der Renovierung soll das Fenster eventuell tief heruntergezogen werden, und dabei sollen die Ornamente durch Motive aus der Neuen Stadt Hochdahl ersetzt werden.

Im linken Chorfenster erkennt man den Apostel Petrus. Der Schlüssel in seiner Hand weist auf die Schlüsselgewalt hin: „ich werde dir die Schlüssel des Himmelreiches geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“ (Mt. 16, 19). Das Bild entstand 1881, 10 Jahre nach dem 1. Vatikanischen Konzil (1869/ 70), auf dem das Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes verkündet wurde.

Auf dem unteren Teil des Fensters ist eine Szene aus dem Leben des Petrus dargestellt: Ein Engel führt ihn aus dem Gefängnis. (Apg. 12,6‑19).

Das rechte Chorfenster zeigt den Apostel Paulus mit dem Schwert in der Hand. Als Szene aus seinem Leben wählte man die Bekehrung (Apg. 9, 1‑9). Alle drei Fenster entstanden 1881; die Stifter „Donatoren“, (aus dem Lat. donare = geben) ‑ heißen (in der Reihenfolge der Beschreibung): 0. M./F. M. ‑ vermutlich ein Ehepaar, ‑ G. K./F. K. A. K./G. K., wahrscheinlich alle aus der Familie Kemperdick.

Wie auch für alle anderen Fenster der Kirche ist die Hofglasmalerei Hertel & Lersch aus Düsseldorf als Hersteller angegeben.

Die noch nicht beschriebenen seitlichen Ornamentfenster des Chors sind Geschenk der Jungfrauenkongregation von Bruchhausen‑Millrath (l. links) und des Christlich‑sozialen Vereins Erkrath (Mutterpfarrei, 2. links).

Als wir an den Fenstern des Kirchenschiffs entlang gingen, stellten wir fest, daß auf der linken Seite durchweg Szenen aus dem Leben Mariens abgebildet sind. Das erste trägt die Inschrift: AVE MARIA GRATIA PLENA (Luk. 1, 28). Dargestellt ist die Verkündigung der Geburt Jesu. Vor Maria, die betend kniet, steht der Engel mit dem Heroldstab. Der damalige Kunstgeschmack konnte sich Maria nur betend vorstellen, die Lilie in ihrer Hand ist das Zeichen der Reinheit.

Im Hintergrund entdecken wir Türme ‑ Maria wird in der Lauretanischen Litanei als elfenbeinerner Turm bezeichnet. (Stiftung der Marianischen Jungfrauen‑Congregation 1903). ‑ Die Bilder dieser Seite stehen in einem thematischen Zusammenhang, denn als nächstes folgt die Geburt Jesu. Hirten und Engel sind gekommen, das Kind anzubeten: „UND DAS WORT IST FLEISCH GEWORDEN und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“ (Johannes 1, 14). (Das Bild ist ein Geschenk der Familie Kemperdick.).

Kurz nach Weihnachten, am 2. Februar, feiern wir Mariä Lichtmeß. Die Darstellung des Herrn ist Thema des dritten Fensters.

DIESER IST GESETZT ZUR AUFERSTEHUNG ODER ZUM FALLE „Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist bestimmt zum Falle und zum Auferstehen vieler in Israel, und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird, damit offenbar werden die Gedanken aus vielen Herzen.“ ‑ so lautet die entsprechende Textstelle aus dem Lukas‑Evangelium 0,34‑35). Abgebildet sind Anna und Simeon, Jesus auf dem Arm, und Maria und Josef, die die zwei vorgeschriebenen Opfertauben bringen.

Im rechten unteren Medaillon ist die Hl. Elisabet mit einem Korb voll Rosen, die nach der Legende vorher Brot waren; und im linken der Hl. Josef.

Der folgenden Szene begegnet man nicht alle Tage: Josef geht seiner Arbeit als Zimmermann nach: Er sägt Bretter, während Maria am Spinnrad sitzt. Auch Jesus arbeitet ‑ er ist ein erzieherisches Vorbild im Sinne der damaligen Zeit. Sehr treffend gewählt ist auch die Inschrift. OMNIA IN GLORIAM DEI FACITE ‑ Tut alles zur Ehre Gottes
(l. Korinther 10, 30). Der oben in der Fensterrose stehende Arbeitergruß: „Gott segne die christliche Arbeit“ kann sicherlich mit dem Stifter dieses Fensters, dem St.‑Josef‑Arbeiterverein, in Verbindung gebracht werden (1899).

Den Abschluß bildet eine Szene, die vermutlich aus dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 stammt. Der damaligen Anschauung zufolge ist Maria als Königin und Helferin im Krieg dargestellt. Zu ihren Füßen liegt ein verwundeter Soldat in Uniform; im Hintergrund sieht man Artilleristen, die an einer Kanone beschäftigt sind. Verständlich daher die Bitte: MARIA, HILF UNS ALL IN DIESEM JAMMERTAL!

Beim Weitergehen entdeckten wir, daß auf der rechten Seite des Kirchenschiffes Ereignisse aus dem Leben Jesu abgebildet sind. Im Mattäus‑Evangelium lesen wir: „Doch Jesus sagte: Laßt die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran. Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.“ (Mt. 19,14). Diese Szene ist Thema des ersten Bildes: Jesus, begleitet von Petrus und Johannes, seinem Lieblingsjünger, steht inmitten einer Gruppe von Menschen. Unter ihnen sind viele Kinder. (Die Eheleute K. Feldmann und B. Hohn stifteten im Jahre 1903 dieses Fenster).

Das nächste Bild zeigt Petrus, der vor Jesus kniet und die Schlüssel empfängt. Er weidet symbolisch die Schafe: DU BIST PETRUS, UND AUF DIESEM FELSEN WERDE ICH MEINE KIRCHE BAUEN, und die Mächte des Todes werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreiches geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“ (Mattäus 16, 18‑19). Sicher in der Entstehungszeit der Fenster wieder eine sehr eindeutige Aussage über den Anspruch des Papsttums. Rechts im Hintergrund sahen wir Johannes mit den anderen Aposteln, links die St.‑Franziskus‑Kirche auf einem Felsen im Meer ‑ ein Zeichen, daß sich diese kleine Gemeinde ganz im Geist der römischen Theologie als Teil der einen Weltkirche verstand. In der Fensterrose darüber sind die Tiara (Papstkrone) und der Bischofsstab des Papstes zu sehen, des Nachfolgers Petri also. (Das Fenster ist Geschenk der Familie Nauen). VIELE LÄSTERUNGEN REDETEN SIE WIDER IHN (Luk. 22, 25). ‑ Dieser Satz im nächsten Fenster stammt aus der Leidensgeschichte Jesu. Der Nazarenerstil des Bildes läßt allerdings den Eindruck des mittelalterlichen „Schmerzensmannes“ vermissen. Die Darstellung wirkt für unser Empfinden eher etwas zu glatt, zu schmerzlos und unproblematisch. LÄSTERUNGEN REDETEN SIE WIDER IHN (Luc. 22, 25). ‑ Diesen Petrus sieht man im Augenblick des Schwurs: „Ich kenne diesen Menschen nicht, von dem ihr redet!“ ‑ und er trägt keinen Heiligenschein!

Im Hintergrund sind Magd und Hahn zu erkennen, in der Fensterrose die Leidenswerkzeuge: Kreuz, Speer, Schwamm und Tücher.

Die Heilige Katharina mit einem Rad in der Hand ‑ sie wurde gerädert ‑ und Maria Magdalena mit dem Salböl befinden sich in den Medaillons.

Obwohl der Augenblick der Auferstehung in der Bibel nicht beschrieben wird, findet man ihn des öfteren auf Bildern ‑ so auch bei uns im nächsten Fenster: SURREXIT SICUT DIXIT ‑ Er ist auferstanden, wie er gesagt hat. In der Ferne sieht man die drei Marien und einige Soldaten, die Stadt dahinter ist vermutlich Jerusalem. 1903 schenkte der Kirchenchor Sankt Cäcilia dieses Fenster der Kirche.

Den Abschluß bildet das Bild mit den Emmaus‑Jüngern, die den Herrn beim Brotbrechen erkannten, nachdem sie ihn hereingebeten hatten mit den Worten: „HERR, BLEIBE BEI UNS, DENN ES WILL ABEND WERDEN, und der Tag hat sich geneigt!“ (Luc. 24, 29).

2. Die Figuren

„… und in der Mitte, rings um den Thron, sind vier Wesen voller Augen, vorn und hinten. Das erste Wesen gleicht einem Löwen, das zweite einem Jungstier, das dritte hat ein Gesicht, das einem Menschen gleicht, das vierte gleicht einem Adler im Flug.“ (Offb. 4, 66‑7). Diese vier Wesen wurden später als Anspielung auf die vier Evangelisten verstanden. Auf diese Weise kamen sie zu ihren Symbolen: Mattäus wird stets mit einem Engel dargestellt, Markus mit einem Löwen, Lukas mit einem Stier, und das Symbol des Johannes ist der Adler.

Oft sehen wir sie mit einem Buch in der Hand, das auf die Evangelien hinweist; so auch bei uns in der St.‑Franziskus‑Kirche, wo sie zur Zeit der Abfassung dieses Berichtes in der Sakristei auf bessere Zeiten warten. Es sind einfache unbemalte Figuren, die aus Eichenholz geschnitzt wurden. Sie sind circa 50 cm hoch und wirken auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Erst nach genauerem Hinsehen entdeckten wir die Unterschiede. Diese Evangelistenfiguren waren früher an der Kanzel angebracht. Vor der ersten Renovierung 1960 landeten sie zusammen mit vielen anderen Figuren, die jetzt ebenfalls in der Sakristei stehen, auf dem Speicher des Pfarrhauses.

Unter ihnen sind der Heilige Joachim und seine Gemahlin, die Heilige Anna (Fest: 26. Juli); sie sind die Eltern der Gottesmutter Maria und waren früher in einem Marienaltar untergebracht. Trotz ihrer Bemalung und ihrer Größe wirken sie dunkler als die anderen.

Die Hl. Anna trägt das Gesetz des Mose in der Hand, nach dessen Geboten der Vater Mariens zwei Tauben opfert. Diese Attribute erinnern an die legendäre „Aufopferung Mariens“. Die beiden Tauben, die der Heilige Joachim in der Hand hält, sehen im Augenblick jedoch sehr kläglich aus und warten auf einen geschickten Restaurateur, da der Holzwurm ihnen sehr zugesetzt hat.

Aus dem Leben Johannes des Täufers wurde ein für ihn typisches Bild festgehalten: wie er predigend, nur mit einem Fell bekleidet, in der Wüste steht. Auch er ist aus Holz geschnitzt und nicht bemalt.

Durch Zufall entdeckten wir noch eine weitereJohanes‑Figur.DerPrediger tauft gerade Jesus. Eine solche figurale Darstellung wurde früher in vielen Kirchen nach dem Abbruch der Krippe als Erinnerung an die Taufe Jesu aufgestellt. Die aufgebauschte Gewandung und die sehr lebendige, das Geschehen dramatisierende Haltung der beiden kleinen Figuren lassen den Schluß zu, daß es sich hierbei um ein zeitlich vielleicht etwas verspätetes, im Geist des ausgehenden Barock geschaffenes Kunstwerk handelt. Möglicherweise ist es aus der Antoniuskapelle oder aus Erkrath in den Besitz der St.‑Franziskus‑Kirche gelangt.

Die dritte bemalte Holzfigur ist David. In der Hand trägt er eine Harfe ‑ er spielt vor dem König Saul, vor der Bundeslade und ist nach dem AT der Verfasser der Psalmenlieder.

In gleicher Größe fanden wir eine Darstellung der Opferung Isaaks durch seinen Vater Abraham. Abraham zückt gerade das Messer, als ihm bedeutet wird, er brauche seinen Sohn nicht zu töten. Weiterhin befanden sich noch drei kleinere bemalte Heiligenfiguren in der Sakristei, die wohl ebenfalls einem Seitenaltar entstammen. Es sind der Hl. Antonius von Padua, ein heiliger Bischof (vielleicht Ambrosius oder Augustinus oder auch Nikolaus) und der Hl. Hieronymus.

Die kleinste und eigentlich auch unscheinbarste Figur ist der heilige Franziskus. Sie gehört auch nicht zu den anderen, sondern war ein Geschenk der Gemeinde an Herrn Pfarrer Faßbender. Sie stand auf dessen Schreibtisch und wurde nach seinem Tode von seiner Schwester der Kirche zurückgegeben. Trotz seiner Kleinheit fällt Franz durch seine Haltung auf: Er hat die Arme ausgebreitet ‑ eine Geste des Annehmens und Dankens:

Herr Gott, ich preise Dich im stillen um Deiner Werke Pracht, vor allem um der Mutter Erde willen, die Du gemacht! Der schöngegürtet, ewig‑wunderbaren, die Gras und Kräuter, Busch und Baum, die Tiere schuf, vom kleinsten unsichtbaren bis zu den Riesen tief im Meeresraum. Sie hat auch meinen schwachen Leib gestaltet, der wehrlos scheint und dennoch seine Hand zum Werkzeug aller Werkzeuge entfaltet und mit der Zunge leicht das Wort gesandt in eines andern Brust, daß ein Gedanke mit mir ihn eint, ein Ton aus beiden klingt und so zuletzt ein Werk zum Danke aus zweier Menschen Doppelkraft entspringt.
3. Kirchengeräte und Paramente

Nachdem wir uns die Figuren angesehen hatten, beschäftigten wir uns mit den Geräten aus dem Tresor. Als erstes fiel‘ uns die alte Monstranz in die Hand. „Monstranz“ kommt von dem lateinischen Wort „monstrare“ = zeigen. Das neugotische Schaugefäß, das sich nach oben hin verjüngt, hat an den Seiten kleine Türme. In der Mitte befindet sich die Lunula (halbmondförmige Halterung für die Hostie); darüber sieht man den auferstandenen Christus. Ganz oben ist das Kreuz, unter dem Maria und Johannes stehen. Eine weitere, neue Monstranz befindet sich zur Zeit in Hl. Geist. ‑ CALICEM SALUTA‑ ACCIPIAM ET NOMEN DOMINI INVOCABO (Kommuniongebet des Priesters in der tridentinischen Liturgie) ‑ diese Inschrift war auf dem Fuß eines Kelchs eingraviert. Übersetzt bedeutet sie: Ich werde den Kelch des Heils ergreifen und anrufen den Namen des Herrn.

Als wir den Kelch umdrehten, konnten wir lesen:

D. Hw. Herrn Pfr. Wilh. Gebhardt zum Silb. Priesterjubiläum
Die dankbare Pfarrgemeinde Bruchhausen‑Hochdahl 1912‑1937

Der Barockkelch, der aus der Antoniuskapelle in die Trillser Kirche gekommen ist, wird ja bereits in der Einweihungsfestschrift von Hl. Geist 1972 beschrieben.

Ein weiteres Gefäß zur Aufbewahrung der großen Hostie ist die Pyxis (Custodie). Die Pyxis in der Franziskus‑Kirche fertigte Egino Weinert, ein Künstler unserer Zeit, an; es ist eine Emaillearbeit. Auf zwei Seiten ist eine (Kupfer‑)Silberdrahtarbeit zu sehen; eine gibt die Botschaft des Engels Gabriel an Maria wieder, auf der anderen ist die Anbetung der drei Weisen dargestellt. Auf einem dritten Bild fanden wir ein Keltermotiv: Menschen fangen Wein auf, der gerade aus Christus herausgepreßt wird. Uns fiel sofort eine Stelle aus dem Sacro‑Pop‑Musical AVE MARIA ein:

Sie haben keinen Wein mehr, die Krüge ihres Lebens sind leer

Zuletzt entdeckten wir drei Reliquiare (Behältnis zur Aufbewahrung von Reliquien): ein Kreuzreliquiar, dann ein Franziskusreliquiar mit der Inschrift: Ex habito Sancti Francisci de Assisi. In dem dritten standen die Namen von drei Heiligen: Johannes von Nepomuk, der Schutzpatron Böhmens und Heilige des Beichtgeheimnisses, Antonius von Padua, ein Kirchenlehrer und Bußprediger, und die Märtyrerin Barbara („die Fremde“), sie ist die Patronin der Bergleute (eine Anspielung auf den Hochdahler Erzbergbau um die Jahrhundertwende?).

Im hinteren Teil der Sakristei befindet sich ‑ neben vielen anderen Sachen ‑der neue Osterleuchter (ebenfalls aus der Werkstatt von Egino Weinert), der bis zur Renovierung neben dem Taufbrunnen gestanden hat. Auf ihm sind verschiedenen Szenen abgebildet, die durch Ringe voneinander abgetrennt sind. Bis auf das oberste ‑ es zeigt anbetende Menschen ‑ sind alle Bilder aus dem Leben Jesu: die Himmelfahrt, der Hahn als Symbol des Todes (Kreuzigung), das Abendmahl, die Verkündigung und die Heilung des Gelähmten (vergleiche Luk. 5, 17‑26).

Im selben Raum fanden wir auch den Deckel des Taufbrunnens, auf weichem eine Taube und ein Blätterkranz zu sehen sind. Beides deutet auf den Heiligen Geist hin ‑ er schafft neues Leben.

Wie die Inschrift verrät, wurde der Einsatz 1966 Herrn Pfarrer H. Meixner zum Silbernen Priesterjubiläum geschenkt. Der auf dem Einsatz abgebildete Fisch im Wasser ist ein Symbol für Christus. Fisch, griechisch ICHTHYS, hat die Anfangsbuchstaben von lesus, Christos, Theou, Yios, Soter, zu deutsch: Jesus, der Gesalbte, Gottes Sohn, Erlöser. ‑ Zu guter Letzt noch die interessantesten Stücke aus der Vielzahl der Meßgewänder:

Die Vorläufer der heutigen Meßgewänder sind die „Baßgeigen“; sie entwickelten sich aus der Form des antiken Gewandes.

Ein solches Gewand mit reicher Woll‑ und Brokat‑Stickerei, scheint noch aus der Zeit vor Erbauung der St.‑Franziskus‑Kirche zu stammen. Vor allem aber begeisterte uns ein alter Goldbrokat‑Chormantel mit einer wunderbaren Stickerei, der etwa um 1900 entstanden ist. Auf dem Schild konnten wir um ein Kopfbildnis Jesu herum die Worte: IESUS SPLENDOR PATRIS ‑ Jesus, Abglanz des Vaters ‑ lesen.

Zu erwähnen ist außerdem noch eine schwarze Seiden‑Kapelle – bedauerlich nur, daß alle diese schönen Gewänder unbeachtet im Schrank hängen.

Zum Schluß bedanken wir uns herzlich bei Pfr. Verhoeven, Kpl. Vobbe, Frau Th. Güldenberg  und Frau A. Kemperdick, die uns mit Informationen weiterhalfen.

Susanne Körber ‑ Barbara Wiese

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