125 Jahre St. Franziskus-Kirche (2001)

1876 das Jahr, in dem in Bayreuth das Bühnenweihfestspielhaus mit der Aufführung des „Ring des Nibelungen“ eröffnet wurde. Im Deutschen Kaiserreich gründete sich die „Deutschkonservative Partei“, die Zeitung „Vorwärts“ wurde zum Zentralorgan der Sozialdemokratie. Bei der Weltausstellung in Philadelphia konnte man die neuesten Errungenschaften der industriellen Welt bewundern, Mark Twain schrieb seinen Roman „Tom Sawyer“. Und am 28. Mai 1876 wurde in Bruchhausen Hochdahl die St. Franziskus Kirche eingeweiht.

Im Jahre 1828 war die damals von den Einwohnern der Ortsteile Bruchhausen, Hochdahl, Trills und Millrath als Kirche genutzte Antoniuskapelle am Gut Schlickum seelsorgerlich nach Erkrath überwiesen worden, ein Erkrather Vikar war für den Gottesdienst in der Kapelle zuständig. 1858 gründete Vikar Happekotte, unterstützt durch eine Stiftung von Franz Kemperdick, einen Kirchenbauverein und leistete damit den ersten Schritt in Richtung Kirchenneubau. Die zuständige Behörde bei der Erzdiözese Köln sah zunächst wenig Möglichkeiten für einen Neubau zwar gab es Priester genug, doch reichten die finanzielIen Mittel nicht. So bekam das neu errichtete Rektorat Bruchhausen Hochdahl 1870 zunächst einen Priester, Rektor Peter Josef Schlenter. Die Einweihung der Franziskus Kirche ließ jedoch noch weitere Jahre auf sich warten. Hauptstifter wurde Johann Kemperdick von Gut Clef und im Jahre 1874 konnte der Grundstein für der Kirchenbau gelegt werden. Der Architekt der Kirche war Bruder Paschalis OFM aus Düsseldorf, die Steine für die neue Kirche in Trills kamen aus der Ziegelei Kemperdick in Hochdahl.
Bei der Einweihung im Mai 1876 war die Franziskus-Kirche jedoch noch nicht vollendet, das Pfarrhaus kam erst in den nächsten Jahren hinzu. 1886 und 87 wurden die vier Glocken der Kirche gestiftet, 1890 erhielt der Kirchturm seine heutige Spitze.
Zweimal wurde der Innenraum der Kirche verändert, der neugotische Hauptaltar mit seinen Retablen, die Seitenaltäre und die sonstige Ausstattung wurden entfernt. 1960 und 1975 erhielt St. Franziskus seine schlichte Form, die die Veränderungen im kirchlichen Leben so auch widerspiegeln. In ihrer Farbigkeit vorhanden sind nach wie vor noch die Fenster der Franziskus Kirche, die vor allem im Chorraum das „Rot“ leuchten lassen.
Was im Krieg nicht geschah, das schafften „der Zahn der Zeit“ und das Erdbeben im Frühjahr 1992. Turm und Deckengewölbe von St. Franziskus wurden so stark beschädigt, daß der Kirchenraum gesperrt und das Gewölbe gesichert und verstärkt werden mußte. Nach annähernd 12 Monaten konnte St. Franziskus wiedereröffnet werden.

U. Proba-Köhler

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