Franz von Assisi – auch heute aktuell

Vor acht Jahrhunderten wirkte Franz von Assisi so anziehend auf die Menschen seiner Zeit, dass die Schar seiner Freunde laufend zunahm. Reiche und Adelige, Erfolgreiche und Angesehene, Männer und Frauen gaben ihren bisherigen „gutbürgerlichen“ Lebensstil auf, wurden freiwillig arm, freiwillig zu Bettlern. Sie wurden in ihrer Besitzlosigkeit zu fröhlichen Boten Gottes, die nichts für sich, aber alles für Gott und die Menschen erreichten.
Damals, so sagen wir, ohne Banken und Geschäfte und Arbeitslosigkeit, ohne Stress, und überhaupt: Damals war alles  anders! Damals, da konnte man still und friedlich seiner Wege gehen, da konnte man frei und ungehindert überall hin.
Vergessen wir aber nicht, dass damals, zur Zeit des heiligen Franziskus, die ganzen Einflüsse des Orients auf die christliche Welt Italiens und Frankreichs einstürzten.
Damals war die Zeit der Kreuzzüge. In furchtbaren Bürgerkriegen zerfleischten sich die Menschen in Italien und in anderen Ländern. Es gab viele kleine Fürsten, die gerne groß taten, und es gab womöglich noch mehr Strauchdiebe und Raubritter als heutzutage. Da protestierten die einen in halb Europa gegen die verweltlichte Kirche und machten ihre eigenen Gegenkirchen auf. Andere wandten sich gegen den immensen Reichtum der Händler und schon bereits vorhandene Bankiers und predigten eine Gegenreligion der Armut und der Armen. Wieder andere lehnten christliche Grundlehren ab und vermischten heidnisch-altorientalische mit christlichen Elementen. Sicher wird Ihnen aufgegangen sein: So sehr verschieden von der unseren war seine Zeit wirklich nicht. Und doch fand ein Mensch wie Franziskus mit dem Evangelium Jesu Christi großen Anklang bei den Menschen. Er konnte und wollte nichts anderes anbieten als das Wort Jesu und seinen eigenen Glauben. So wurde er glaubwürdig.

Pater Jozef

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