Allerheiligen

Hoffnung auf Vollendung! Am Ende des Lebens und jenseits dieses Lebens erwartet uns nicht das Nichts, ein sinnzerstörendes bloßes „Aufhören“. Unser weg hier ist ein Weg in die Herrlichkeit und der Schritt über die Schwelle ist ein Schritt ins Licht.

Diese Hoffnung auf Vollendung gehört zum Grundbestand christlichen Lebens. Sie entsteht aus der Auferstehung Jesu Christi: so wie er, werden auch wir auferstehen, „damit er der Erstgeborene von vielen Brüdern sei“ (Röm 8,29). Hoffnung auf Vollendung heißt neutestamentlich vor allem: Glaube an die Wiederkunft Christi. Wenn er kommt, wird er alles neu machen, die Macht des Bösen überwinden und die Seinen in die Herrlichkeit führen.

„Mit dem Tod ist alles aus und das Leben hier ist das einzige, was man hat. Also sieh‘ zu, daß Du was davon hast! “ ‑ Wenn das eine weitverbreitete Mentalität in unserer Gesellschaft ist, wird deutlich, wie wichtig dieses Fest Allerheiligen ist: ein Kontrastprogramm zur Rettung des Menschen! Es stimmt eben nicht, daß der Mensch ist, was er ißt. Und seine Bestimmung ist nicht, bloß seine körperlichen und psychischen Bedürfnisse zu erfüllen!

„Allerheiligen“ signalisiert das „Darüber-hinaus“ im menschlichen Leben. Der Mensch trägt etwas Ewiges, Unendliches in sich. Und sein Ziel ist nicht der Tod und das Nichts, sondern Herrlichkeit und Vollendung ‑ über den Tod hinaus. Und wer sich in seinem Leben auf die heilschaffende Kraft des Lebens und Sterbens Jesu Christi verläßt, darf darauf hoffen, „mit ihm auch verherrlicht zu werden“ ‑ wie der Römerbrief das formuliert.

Damit dieses „Kontrastprogramm“ in unserer Gesellschaft wirksam wird, bedarf es keiner großen Aktionen ‑ man braucht dieses Fest nur zu feiern!

Am Fest Allerheiligen denken wir an Menschen, die ‑ wie wir glauben und vertrauen – diese Herrlichkeit schon erreicht haben, die schon bei Gott sind, die schon in der Vollendung sind. Wir sollten dieses Fest feiern, damit wir dieses Ziel für unser eigenes Leben nicht aus dem Auge verlieren.
„HEILIGE“

Heilige sind nach Paulus alle, die getauft sind. Denn die sind aus der Macht des Bösen errettet, sind von Gott erlöst, befreit, heil gemacht.

Laufe der Geschichte wurde der Begriff dann verändert: Heilige, das sind die, die ihr Leben bei Gott vollendet haben, die nach einem Leben der Bewährung, in der Herrlichkeit des Himmels angekommen sind. In der kath. Kirche wurde der Begriff dann noch einmal verengt: Heilige, das sind die, die von der Kirche heiliggesprochen sind.

Und damit wurden die Heiligen die ganz anderen. Denn welcher normale Mensch kann schon damit rechnen, nach seinem Tod heilig gesprochen zu werden!!

Aber vielleicht sollten wir „normalen Menschen“ die Sache mit der Heiligkeit in unser Leben zurückholen. Wir möchten doch eigentlich alle „heil“ sein, gut, lebendig, in Ordnung; wir möchten doch ein geglücktes und „rundes“ Leben führen. Und wenn wir das nicht aus eigener Kraft (als „Tugendbolde“) selbst zu leisten versuchen, sondern in dem Streben nach einem gelungenen Leben auf Gott vertrauen … ?!

Allerheiligen ist dann das Fest der Hoffnung auf unsere eigene Vollendung über den Tod hinaus,

 

ALLERSEELEN

Wir gedenken an Allerseelen unserer Verstorbenen. Wir hoffen und beten, daß die, die wir gekannt und mit denen wir gelebt haben und die uns im Tod vorausgegangen sind, wie die „Heiligen“ bei Gott angekommen sind; daß sie jetzt in der Herrlichkeit und Vollendung leben (auch wenn wir nicht wissen, wie wir uns das vorstellen sollen). Daß diese Menschen von Gott zu neuem, ewigem Leben erweckt werden.
Wir gedenken an Allerseelen insbesondere der Menschen, die im letzten Jahr in unserer Gemeinde verstorben sind. Besonders die Angehörigen der im letzten Jahr Verstorbenen sind zum gemeinsamen Totengedenken eingeladen:
Am Nachmittag, des Allerheiligentages
ist um 15 Uhr in St. Franziskus ein Wortgottesdienst zum Totengedenken.
Danach ist auf dem Friedhof in Trills und auf dem Parkfriedhof Gräbersegnung.
– Zum Friedhof in Trills gehen wir nach dem Wortgottesdienst gemeinsam.
– Auf dem Parkfriedhof treffen wir uns um 16 Uhr an der Kapelle.

Am Allerseelentag, dem 2. November, feiern wir die hl. Messe für die Verstorbenen um 9 Uhr in St. Franziskus.

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