***Entfällt wegen Corona-Pandemie*** PredigtBlog zur Predigt am 15.03.20 um 18 Uhr St. Franziskus: Das Gespräch mit der Samaritanerin am Jakobsbrunnen

***Leider muss diese Predigt wegen der Corona-Pandemie entfallen!***

 

Lesung:

Joh 4,5-42 5 So kam er zu einer Stadt in Samarien, die Sychar hieß und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte. 6 Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. 7 Da kam eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! 8 Seine Jünger waren nämlich in die Stadt gegangen, um etwas zum Essen zu kaufen. 9 Die Samariterin sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um etwas zu trinken bitten? Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samaritern. 10 Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. 11 Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? 12 Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden? 13 Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; 14 wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt. 15 Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierherkommen muss, um Wasser zu schöpfen! 16 Er sagte zu ihr: Geh, ruf deinen Mann und komm wieder her! 17 Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann. Jesus sagte zu ihr: Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann. 18 Denn fünf Männer hast du gehabt und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt. 19 Die Frau sagte zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. 20 Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss. [dieser Berg: Gemeint ist der Garizim, auf dem die Samaritaner JHWH verehren (vgl. Dtn 27,4-8)] 21 Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. 22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. 23 Aber die Stunde kommt und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. 24 Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten. 25 Die Frau sagte zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der Christus heißt. Wenn er kommt, wird er uns alles verkünden. 26 Da sagte Jesus zu ihr: Ich bin es, der mit dir spricht. 27 Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen. Sie wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach, doch keiner sagte: Was suchst du? oder: Was redest du mit ihr? 28 Die Frau ließ ihren Wasserkrug stehen, kehrte zurück in die Stadt und sagte zu den Leuten: 29 Kommt her, seht, da ist ein Mensch, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Christus? 30 Da gingen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm. 31 Währenddessen baten ihn seine Jünger: Rabbi, iss! 32 Er aber sagte zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt. 33 Da sagten die Jünger zueinander: Hat ihm jemand etwas zu essen gebracht? 34 Jesus sprach zu ihnen: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu vollenden. 35 Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es bis zur Ernte? Sieh, ich sage euch: Erhebt eure Augen und seht, dass die Felder schon weiß sind zur Ernte! 36 Schon empfängt der Schnitter seinen Lohn und sammelt Frucht für das ewige Leben, sodass sich der Sämann und der Schnitter gemeinsam freuen. 37 Denn hier hat das Sprichwort recht: Einer sät und ein anderer erntet. 38 Ich habe euch gesandt zu ernten, wofür ihr euch nicht abgemüht habt; andere haben sich abgemüht und euch ist ihre Mühe zugutegekommen. 39 Aus jener Stadt kamen viele Samariter zum Glauben an Jesus auf das Wort der Frau hin, die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. 40 Als die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb dort zwei Tage. 41 Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn aufgrund seiner eigenen Worte. 42 Und zu der Frau sagten sie: Nicht mehr aufgrund deiner Rede glauben wir, denn wir haben selbst gehört und wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt.

Das Gespräch mit der Samaritanerin am Jakobsbrunnen

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Die Frau aus Samarien war keine Schlampe. Aber warum erkundigt sich dann Jesus nach dem Verhältnis der Frau? Weil Jesus nicht an ihrem Ehemann interessiert ist, sondern an ihrem Glauben. Die Samaritaner erkennen nur die ersten fünf Bücher des Alten Testaments als gültig an. Die Frage nach ihrem Mann verklausuliert daher die Gretchenfrage: Wie hältst Du es mit der Religion? Und die Frau ist bereit, über ihren bisherigen Glauben hinauszugehen, ihre Glaubensgrundlage (5 Männer = 5 Bücher Mose) hinter sich zu lassen. Schlagfertig und gebildet wie sie ist, ringt sie Jesus ab, sich als Messias zu erkennen zu geben. Und anders als seinen Jüngern verbot Jesus ihr nicht, dies anderen weiterzusagen. So geht die Frau in ihre Stadt und predigt die Frohe Botschaft. Nicht nur hier, auch später am Grab beauftragt Jesus als erstes eine Frau, die Botschaft von der Auferstehung („[Maria], Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen…“ Joh 20, 17) in die Welt zu tragen. Jesus wusste schon damals um das Missverhältnis der Geschlechter: Die Samaritanerin hat sich abgemüht, aber ihre Mühe kommt den Jüngern zugute.

Wäre es nicht an der Zeit, auch diese Worte Jesu ernst zu nehmen und Frauen gleichberechtigt in die Verkündigung einzubinden?

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2 Gedanken zu „***Entfällt wegen Corona-Pandemie*** PredigtBlog zur Predigt am 15.03.20 um 18 Uhr St. Franziskus: Das Gespräch mit der Samaritanerin am Jakobsbrunnen

  • 4. März 2020 um 18:45
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    Dazu sollte man auch Mt 15,21ff. – Der Glauben der kanaanäischen (heidnischen) Frau – lesen.
    Hier ist Jesus sogar zunächst massiv abweisend: „Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.“
    Aber das Gespräch mit der Frau lässt auch Jesus lernen. Er revidiert sein Sendungsbewusstsein, es ist nun nicht mehr nur auf Israel beschränkt.
    Jesus ist lernfähig, auch er muss lernen, seine Botschaft entwickeln.
    Bei der Samaritanerin hier ist er schon weiter.

    Frauen in den Evangelien stehen mit Jesus dialogisch auf einer Ebene, sie sind nicht untergeordnet, er kann sogar von ihnen etwas lernen.

    Mit Jesus sind auch Frauen unterwegs, also Jüngerinnen – für damalige Verhältnisse (der Ort der Frau war das Haus) eigentlich ein Unding, revolutionär. Dass es nur Männer zu den Zwölf beruft, ist zeitgeschichtlich einzuordnen, es ist damals gar nicht anders möglich.
    Und elementar: Die erste Person, die die Auferstehung bezeugt, ist Maria Magdalena (eigentlich sind Frauen damals gar nicht zeugnisberechtigt), denn die Männer um Petrus haben sich aus Angst verzogen.
    Und die Beteiligung der Frauen leben die ersten Christengemeinden auch, man findet mehrere Frauen in der Apostelgeschichte und den Paulusbriefen in leitenden Positionen.
    Viele Frauen sind es, die Jesus als den Messias = Christus = Retter erkennen und verkünden.

    Warum sollten die Frauen nicht auch in der Kirche heute mitsprechen, predigen, leiten …?
    Wie würde Jesus unter den heutigen Rahmenbedingungen denken und handeln?

    Antwort
    • 8. März 2020 um 17:37
      Permalink

      Diese Textstelle ist meines Erachtens nicht auf die Rolle oder gar die Wertschätzung der Geschlechter zu reduzieren. Es könnte auch ein Mann sein, der mit Jesus spricht. Die Situation beim Wasser holen am Brunnen ist natürlich zur damaligen Zeit eher Sache der Frauen.
      Ich finde es wichtiger, dass da jemand erkennt Jesus ist der Messias, der den Juden wie Samariter als Retter erwarten.
      In dieser Situation ist es eine Frau, die ihre gerade gemachte Erfahrung weitergibt,also verkündigt.
      In dieser Tradition stehen sehr viele Menschen,Frauen wie Männer.Dabei sind die meisten keine Priester,sondern Gemeindemitglieder,die durch Taufe und Firmung dazu berufen sind.
      Ich fühle mich als Frau seit mehr als vierzig Jahren zu Verkündigung berufen und hatte dabei nie den Eindruck irgendwie benachteiligt zu sein.Im Gegenteil wir wurden von seiten unserer Priester ermutigt auf diesem Weg. Das Priesteramt habe ich nie angestrebt, Seelsorge ist ja noch eine andere Dimension und erfordert den ganzen Menschen in diesem Amt. Als Familienfrau habe ich es genossen, auch andere Aufgaben zu haben.
      Ute Thomas

      Antwort

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