Fronleichnam – eine gemeinsame Eucharistiefeier

An Fronleichnam wird eine gemeinsame Eucharistie-Feier für die ganze Gemeinde gefeiert. Wenn an diesem Morgen die Leute sternförmig aus allen Stadtteilen zu dieser Messe „Mitten in Hochdahl“ (der Hochdahler Markt ist mangels Räumlichkeit bei Regen organisatorisch leider nicht geeignet) auf dem Schulhof der Hauptschule (Schulzentrum Sedental) „pilgern“: von Millrath den Berg herunter, die Willbecker von Osten, die Sandheider von Süden her an der Sedenquelle vorbei, und ‑ entlang der Sedentaler Straße, vom Stadtzentrum her, ‑ die Bewohner von Trills und Kempen. Sie alle kommen zusammen, um auf dem Schulhof miteinander Messe zu feiern und sich an die Stiftung Jesu zu erinnern:

Tut dies zu meinem Gedächtnis.

Was in diesem Bild deutlich wird, ist für die Hochdahler Gemeinde – wie für alle christlichen Gemeinden – konstitutiv. Wir sind eine große Gemeinschaft und diese Gemeinschaft hat ihre Mitte, ihre Herkunft und ihr Ziel in Jesus Christus. Und indem wir tun, was er damals getan hat, bekennen wir uns zu dieser Gemeinschaft in seinem Geist und öffnen uns für seine Kraft und seinen Auftrag. Und insofern ist die Mitfeier von Fronleichnam nicht irgendetwas, was mit Lust und Laune oder mit Tradition oder mit Verpflichtung zu tun hat. Hier kann sich zeigen, was uns die Gemeinschaft der Glaubenden wert ist.
Es wird deutlich, was mit diesem Fest gemeint ist: die Eucharistie, die Messe, die Kommunion ist die Mitte der Gemeinde; sie ist das, was die vielen, oft so unterschiedlichen Menschen zusammenhält.
Wir leben nicht davon, daß wir uns zusammentun, etwas miteinander veranstalten oder produzieren ‑wir leben alle von der Gabe, die Jesus Christus ‑Uns durch sein Sterben hinterlassen hat‑, wir leben von „seiner Liebe bis zur Vollendung“. ‑ Und das, was die Glaubenden empfangen haben, drängt dazu, auch alle anderen teilnehmen zu lassen. Wenn die Leute nach der Messe wieder ‑ ebenso sternförmig ‑ nach Hause gehen, sollte das ein Zeichen sein für den Auftrag und die Absicht, allen in der Nähe und in der Ferne etwas mitzugeben von dem Heil, das Christus ist und das Christus schenkt.

Bewusst verzichten wir auf eine traditionelle „Prozession“ mit bunten Fahnen usw.
Wir denken, dass es sinnvoller ist, unser Christsein anders nach Außen zu tragen: in der Art unseres Fronleichnamsgottesdienstes und insbesondere im Leben des Einzelnen.

Wenn wir das Fronleichnamsfest feiern, ist die hl. Messe für die ganze Gemeinde um 10 Uhr auf dem Schulhof der Hauptschule Sedental. Es soll die eine Messe für die ganze Gemeinde sein, in der wir uns selbst und den Menschen um uns herum deutlich machen, was unser Leben eigentlich prägt und was uns im tiefsten zusammenhält.

Die Gottesdienste um 9 und 11:45 Uhr in Hl. Geist und um 10 Uhr in St. Franziskus fallen an diesem Morgen aus. In jedem Stadtviertel ist noch ein Gottesdienst, besonders für die weniger Beweglichen: Mittwoch Abend 18 Uhr in Hl. Geist und 18 Uhr in St. Franziskus.

Zurück