Christoph Biskupek verabschiedet sich als Pfarrer in den Ruhestand in Hochdahl
ALS PFARRER VERABSCHIEDE ICH MICH NUN VON IHNEN
Liebe Gemeinde, liebe Mitwirkende in Seelsorge und Gottesdienst, in Katechese und Pädagogik, in Caritas und Verwaltung, liebe helfende Hände,
erst einmal möchte ich Ihnen für Ihr Geschenk zum meinem 40. Priesterjubiläum vor einem Jahr danken. Im letzten Jahr war das Mattertal im schweizerischen Wallis durch Steinschlag und Muren unpassierbar, sodass ich Ihr Geschenk nicht einlösen konnte. In der diesjährigen Ferienvertretung im Berner Oberland hat es dann geklappt: Ich habe auf dem Kleinen Matterhorn gestanden, 3800m hoch. Tief und höchst beeindruckend! 1000 Dank für Ihre Großzügigkeit!
Nach Nordosten war das Große Matterhorn klar zu sehen, nach Südwesten standen die Wolken am Berg. Wissen Sie, Sie haben mir geholfen, den anspruchsvollen „Berg Hochdahl“ zu besteigen. Und in diesen 15 Jahren meiner Pfarrertätigkeit war dieser „Berg“ oft sonnig und klar, oft aber auch voller Nebel und Wolken. Und wir haben einander bei mancher „Steilstrecke“ und „Gratwan-derung“ gut unterstützt, haben immer neu nach unserer Berufung und unserem Auftrag gefragt und uns nach dem Licht des Evangeliums auszurichten versucht. Dass ich nach 22 Jahren der Sonderseelsorge in Köln überhaupt in einer großen Wohnortpfarrei bestehen konnte, habe ich Ihnen zu verdanken. Sie haben mich sogar schon zu einem Hochdahler werden lassen!
Nachdem nun in den letzten Jahren Wesentliches für die Pastorale Einheit und die zukünftige Pfarrei zusammen mit den Gemeinden in Erkrath, Haan und Hilden vorbereitet wurde und ich seit fast sieben Jahren als Pfarrverweser mit daran gearbeitet habe, ist es nun für mich mit 68 Jahren an der Zeit, den Stab an Pfarrer Michael Mohr weiterzugeben. Ich war also der letzte eigene Pfarrer für Hochdahl. Denn der zukünftige Pfarrer Michael Mohr wird nun der erste Pfarrer für das Ganze sein. Bitte heißen Sie mit mir Pfarrer Mohr auf´s freundlichste willkommen! (Samstag, 13. September, 18.30 Uhr, Hilden St. Jacobus; die Vorabendmessen fallen darum aus!)
Schon in den ersten Gesprächen hat mir Pfarrer Mohr viel Vertrauen und großes Interesse für unsere Gemeinden entgegengebracht, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Sie dürfen sich auf ihn freuen! Er wird sein Bestes geben. Er, das Pastoralteam und die Personalabteilung des Generalvikariates haben darüber hinaus zugestimmt, dass ich als Ruhestandsgeistlicher in Hochdahl wohnen bleiben darf und als Subsidiar zur freien Verfügung des Kreisdechanten und des zukünftigen Pfarrers Dienst tun werde – freilich nicht mehr hier bei uns in Hochdahl. Die Erfahrungen lehren nämlich oft: „Wenn der Alte aufhört, muss er gehen.“ Wir versuchen es nun einmal anders: Ich will diese Chance dafür nutzen, dass mein Rollenwechsel gelingt – und dafür brauche ich Sie: Ich bitte Sie, mir dabei zu helfen! Und ich muss einüben, eben nicht mehr Pastor und in Hochdahl nicht mehr Zelebrant zu sein.
So ist der Abschied am 6. September nun wirklich einer mit einem weinenden und lachenden Auge. Zuversichtlich bin ich, dass unsere Franziskusgemeinde mit ihrer evangelischen Schwestergemeinde Zukunft hat. Und sie wird sich auch in einer großen Pastoralen Einheit Profil und Charakter bewahren und sie befördern. Wir sind wie eine Seilschaft, die jetzt den nächsten Berg besteigt. Jesus ist dabei wahrlich unser bester Bergführer!
Ihnen aus ganzem Herzen Dank für Ihr Glaubenszeugnis, Ihr Vertrauen und Ihre konstruktive Mitwirkung – und für Ihre Nachsicht mit mir! Ihnen und Pfarrer Mohr wünsche ich eine glückliche Hand und Gottes Segen!
„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst“ (Psalm 121).
Ihr Christoph Biskupek